TU Univercity 2015 - Wir gestalten die Zukunft der Technik

Die Technische Universität Wien hat als Österreichs größte Forschungs- und Bildungsinstitution im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich durch die autonome Entscheidung, am bestehenden Standort zu bleiben, das Projekt "TU Univercity 2015" initiiert. Hauptcharakteristika des Projektes sind die Bauvorhaben zur Schaffung neuer Qualitäten für Forschung und Lehre und der Anstoß zur Weiterentwicklung einer selbstbewussten, zukunftsorientierten Universitätskultur.

Die "Standortverdichtung" (Konzentration von jeweils zwei der acht Fakultäten an einem der vier innerstädtischen Standorte Karlsplatz, Freihaus, Getreidemarkt – einschließlich Lehartrakt-Neubau –, Gußhaus/Favoritenstraße sowie ein neuer Laborstandort) sieht vor, bis spätestens 2015 ("200-Jahr-Feier") über eine erneuerte TU mit effizienterer Raumnutzung und verbesserten Qualitäten für die MitarbeiterInnen und Studierenden in Forschung, Lehre und Verwaltung zu verfügen.

"Die Entscheidung für den Verbleib am innerstädtischen Standort setzt auf intensive Vorarbeiten auf und wurde begleitet von hitzigen politischen Debatten. Das Alles ist natürlich nichts im Vergleich dazu, was uns bei der Realisierung von "TU Univercity 2015" noch erwartet."

                                                                Rektor Peter Skalicky

Projektgenese

Die Standortprobleme der TU Wien sind und waren hinlänglich bekannt: Sicherheitsrisken in der Chemie, Dislozierung des Maschinenbaus, Raumnot bei der Architektur, … Pläne gab es viele – so ist der Maschinenbau-Neubau seit 90 Jahren (!) ein Thema –, realisiert wurden nur wenige.


Das entscheidende Jahr ist sicher 2004: einerseits erlangte die TU Wien durch das Universitätsgesetz weit reichende Autonomie, andererseits bekundete das Land Niederösterreich Interesse an der Ansiedlung von zwei Fakultäten in Tulln. Dieses durchaus attraktive Angebot hat die Stadt Wien auf den Plan gerufen. 2005 wurde umgehend ein ganzes Dutzend an möglichen Standorten für den Bau einzelner Fakultäten bis hin zur gesamten TU ins Spiel gebracht. Natürlich riefen die mittlerweile auch medial ausgebreiteten Absiedlungsüberlegungen auch andere Anbieter auf den Plan. Eine TU-Arbeitsgruppe unter Leitung von Professor Hierzegger bewertete all diese Angebote und verengte das Spektrum auf die geeignetsten. Schlussendlich blieben 2006 zwei Varianten übrig: ein kompletter Neubau der TU Wien auf dem Flugfeld Aspern oder eine innerstädtische Verdichtung und Standortoptimierung einschließlich eines neuen Laborstandorts.

Das Rektorat hat sich im Juni 2006 uni sono dazu entschieden, nur noch die letztere Möglichkeit weiter zu verfolgen. Der Universitätsrat schloss sich dieser Entscheidung an. Ausschlaggebend hierfür waren die hohe Akzeptanz für diese Variante unter den TU-Angehörigen und die größeren Realisierungschancen. Gefordert war allerdings die gleiche Funktionalität, die ein Neubau bieten würde. Im Herbst 2006 wurde das Projekt aufgesetzt und Arbeitsgruppen arbeiteten mit vollem Einsatz – dafür an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön! – an der Detaillierung des Projekts. Das erarbeitete Ergebnis übertraf noch unsere Erwartungen: beste Standards für Forschung und Lehre, Konzentration aller Fakultäten auf einen, maximal zwei Standorte (Labors), Öffnung dem städtischen Umfeld gegenüber, richtungweisende Ideen für Umweltschutz, Barrierefreiheit und einiges mehr.

Das Projekt firmiert seit kurzem unter dem klingenden Titel "TU Univercity 2015". Untertitel: "Wir gestalten die Zukunft der Technik." Ein ambitioniertes Ziel. gelegentlich habe ich den Eindruck, dass uns manche das nicht zutrauen. Das ist nicht unwichtig, aber keinesfalls ausschlaggebend. Wichtig ist, dass wir uns selbst das zutrauen und die Chance wahrnehmen, die das Projekt uns bietet.Wir sind eine autonome Universität und damit für unser Geschick aber auch selbst verantwortlich. In diesem Sinne muss ich Sie natürlich auch bitten, die gegenwärtigen und künftigen Beeinträchtigungen durch Lärm, Staub und Umsiedelungen in Kauf zu nehmen und das Projekt zu unterstützen, wo immer Sie können. Niemand hat gesagt, dass es einfach wird … aber es wird sich auszahlen!

Rektor Peter Skalicky

Drucken
DeutschEnglishKontakt & ServiceImpressum