TU Univercity 2015 - Wir gestalten die Zukunft der Technik
"Die Entscheidung der TU Wien, am bestehenden, innerstädtischen Standort zu bleiben ist und bleibt die richtige."
Mit "TU Univercity 2015" führt die TU Wien seit dem Projektstart im Jahr 2006 ihre Bauvorhaben zum Ausbau der Qualitäten für Forschung und Lehre aus. Neben der rein bautechnischen Umsetzung, geht es in dem Bauprojekt stärker werdend um die Entwicklung einer zukunftsorientierten, selbstbewussten Universitätskultur.
Das Konzept sieht vor, jeweils zwei der acht Fakultäten an einem der vier innerstädtischen Standorte Karlsplatz, Freihaus, Getreidemarkt – einschließlich Lehartrakt –, Gußhaus/Favoritenstraße sowie dem neuen Laborstandort "Science Center" am Arsenal) zu konzentrieren. Bis spätestens 2015 ("200-Jahr-Jubiläum") soll die TU Wien über effizientere Raumnutzungskonzepte und dadurch verbesserte Bedingungen für die MitarbeiterInnen und Studierenden in Forschung, Lehre und Verwaltung verfügen.
Mein besonderer Dank gilt den TU-Angehörigen, die dem Projekt ihrer Universität mit Engagement und verständnisvoller Geduld begegnen.
Rektorin Sabine Seidler
Projektgenese
Die Standortprobleme der TU Wien sind und waren hinlänglich bekannt: Sicherheitsrisken in der Chemie, Dislozierung des Maschinenbaus, Raumnot bei der Architektur, … Pläne gab es viele – so ist der Maschinenbau-Neubau seit 90 Jahren (!) ein Thema –, realisiert wurden nur wenige.
Das entscheidende Jahr ist sicher 2004: einerseits erlangte die TU Wien durch das Universitätsgesetz weit reichende Autonomie, andererseits bekundete das Land Niederösterreich Interesse an der Ansiedlung von zwei Fakultäten in Tulln. Dieses durchaus attraktive Angebot hat die Stadt Wien auf den Plan gerufen. 2005 wurde umgehend ein ganzes Dutzend an möglichen Standorten für den Bau einzelner Fakultäten bis hin zur gesamten TU ins Spiel gebracht. Natürlich riefen die mittlerweile auch medial ausgebreiteten Absiedlungsüberlegungen auch andere Anbieter auf den Plan. Eine TU-Arbeitsgruppe unter Leitung von Professor Hierzegger bewertete all diese Angebote und verengte das Spektrum auf die geeignetsten. Schlussendlich blieben 2006 zwei Varianten übrig: ein kompletter Neubau der TU Wien auf dem Flugfeld Aspern oder eine innerstädtische Verdichtung und Standortoptimierung einschließlich eines neuen Laborstandorts.
Das Rektorat hat sich im Juni 2006 uni sono dazu entschieden, nur noch die letztere Möglichkeit weiter zu verfolgen. Der Universitätsrat schloss sich dieser Entscheidung an. Ausschlaggebend hierfür waren die hohe Akzeptanz für diese Variante unter den TU-Angehörigen und die größeren Realisierungschancen. Gefordert war allerdings die gleiche Funktionalität, die ein Neubau bieten würde. Im Herbst 2006 wurde das Projekt aufgesetzt und Arbeitsgruppen arbeiteten mit vollem Einsatz – dafür an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön! – an der Detaillierung des Projekts. Das erarbeitete Ergebnis übertraf noch unsere Erwartungen: beste Standards für Forschung und Lehre, Konzentration aller Fakultäten auf einen, maximal zwei Standorte (Labors), Öffnung dem städtischen Umfeld gegenüber, richtungweisende Ideen für Umweltschutz, Barrierefreiheit und einiges mehr.
Das Projekt firmiert seit kurzem unter dem klingenden Titel "TU Univercity 2015". Untertitel: "Wir gestalten die Zukunft der Technik." Ein ambitioniertes Ziel. gelegentlich habe ich den Eindruck, dass uns manche das nicht zutrauen. Das ist nicht unwichtig, aber keinesfalls ausschlaggebend. Wichtig ist, dass wir uns selbst das zutrauen und die Chance wahrnehmen, die das Projekt uns bietet.Wir sind eine autonome Universität und damit für unser Geschick aber auch selbst verantwortlich. In diesem Sinne muss ich Sie natürlich auch bitten, die gegenwärtigen und künftigen Beeinträchtigungen durch Lärm, Staub und Umsiedelungen in Kauf zu nehmen und das Projekt zu unterstützen, wo immer Sie können. Niemand hat gesagt, dass es einfach wird … aber es wird sich auszahlen!
Vorrektor Peter Skalicky
