Baugeschichte
Der Gebäudekomplex Gußhausstrasse 25-29 besteht aus dem Altbau (errichtet um 1900), dem Neubau (errichtet zwischen 1967 und 1973 von Architekt Boltenstern) dem Makartschlössl (errichtet um 1750) und den Bauhallen. Insgesamt stehen derzeit ca. 38.490 m2 Nutzflächen zur Verfügung.
NutzerInnen
Die Gebäude in der Gußhausstrasse beherbergen die elektrotechnischen Institute der TU Wien sowieeinen Teil der Technischen Versuchs – und Forschungsanstalt.
Sanierungen 2000–2007
In den Jahren 2000–2007 wurden hauptsächlich haustechnische Infrastrukturen instand gesetzt und erneuert, brandschutztechnische Maßnahmen durchgeführt sowie die Fassaden des Historismusgebäudes generalsaniert. Derzeit wird die Aula zeitgemäß gestaltet und mit Studentenarbeitsbereichen und neuer Mensa sowie multifunktionalen Einrichtungen ergänzt. Die desolaten Bauhallen wurden nicht saniert und haben mit Ausnahme des historischen und denkmalgeschützten Gußhauses Abbruchreife.
Masterplan
Der Masterplan, erstellt durch die Architekt Neumayer ZT GmbH, sieht künftig für den Standort eine weitestgehende Neuordnung der funktionellen Bereiche vor. Der künftige Raumbedarf, zeitgemäße Gestaltung durch das Gegenüberstellen alter und neuer Gebäudeteile, übersichtliche horizontale und vertikale Erschließungswege sind ebenso Leitgedanke, wie auch eine moderne haustechnische Infrastruktur, behindertengerechtes Bauen und das Aufzeigen von Raumpotential für künftige Erweiterungen.
Erdgeschosszone
Die Anordnung von Hörsälen, Konferenz- und Vortragsräumen sowie Studentenaufenthaltsbereiche im Erdgeschoßbereich unter Einbeziehung von campusähnlich gestalteten Freibereichen in den Innenhöfen beleben diese Zone und werden noch zusätzlich durch öffentliche Einrichtungen wie Cafes und Shops ergänzt. Die „Mall“ verbindet als überdeckter Freibereich zwischen den Gebäuden die großen Hör– und Konferenzsäle des Gebäudes sowie bindet das Restaurant im Makartschlössl an.
Obergeschosse, Dachgeschoss, Keller
Obergeschosse: Durch die an der Stelle der derzeitigen Bauhallen und über dem Hörsaal VII geplanten Zubauten können die Anbindungen zu den einzelnen Trakten nicht nur im Erdgeschoß optimiert erfolgen, sondern auch die ringförmige Erschließung der Obergeschoße und Verbindung der einzelnen Gebäude wird hergestellt. In den oberen Stockwerken werden die Institute, Seminarräume und Labors eingerichtet. Auf die notwendigen studentischen Aufenthaltszonen mit EDV- Infrastruktur wurde besonderes Augenmerk gelegt.
Dachgeschoss: Auf den derzeitig ungenützten Flachdächern werden verglaste multifunktionale Aufbauten geschaffen, die für Seminare, Vorträge, Events und zur temporären Vermietung zur Verfügung stehen.
Keller: Unterirdisch sind eine Zentralbibliothek, Reinstlabors sowie Infrastrukturräume geplant.
Raumpotential Masterplan: Insgesamt stehen auf dem Standort Gußhausstrasse nach Fertigstellung mehr als 50.000 m2 Nutzflächen zur Verfügung.
Gestaltungskonzept
Eine zeitgemäße Fassadengestaltung mit Niedrigenergiestandard im Bereich der Gußhausstrasse 27-29 bildet den gestalterischen Kontrast zu dem denkmalgeschützten Historismusbau Gußhausstrasse 25 und integriert die neu geschaffenen Zubauten. Nach Abschluss der Erneuerungen werden sich die Gebäude der Gußhausstrasse und Favoritenstrasse in das neue Ensemble der TU Wien als vierter großer innerstädtischer Standort einfügen.

